Galerie von Braunbehrens

Harald Schmitz-Schmelzer
Sharp Shapes II

Harald Schmitz-Schmelzer, geboren 1953 in Duisburg, gestorben 2019 in Mülheim an der Ruhr, vereinte in seinem Werk starke Gegensätze. In seinen Objekten verband er die natürliche Schönheit von verschiedenen Holzarten mit den leuchtenden Farben seiner Kunststoff-Güsse – beide Pole vereint zu einfachen, gemeinsam geschliffenen geometrischen Körpern. Anfangs verwendete er einfache heimische oder industrielle Hölzer. Er brachte von Reisen aber häufig exotische Holzarten mit und arbeitete mit den pigmentierten Kunststoffkörpern zunehmend experimentell, indem er z.B. kühne Farbzusammenstellungen und -verläufe wählte. „Derartige Zusammenführungen von spannungsreichen Gegensätzen ziehen sich wie ein roter Faden durch viele Aspekte von Schmitz-Schmelzers Werken: Als Wandobjekte lassen sie sich auch auf eine zweidimensionale Oberfläche reduzieren, ragen jedoch als dreidimensionale Objekte in den Raum hinein. Die Produktionsweise – pro Tag kann nur eine Schicht gegossen werden – sorgt dafür, dass die strenge Systematik der Werkkomposition nach Aussagen des Künstlers nur bis zu 60 Prozent kontrolliert werden kann. Die übrigen 40 Prozent werden durch den Zufall bestimmt. So erhält die Regelmäßigkeit einen Moment des Spielerischen.“ (Ronja Friedrichs in unserem Katalog "Sharp Shapes" von 2017)
Wir zeigen zum Art Alarm 2026 eine Auswahl besonders schöner Objekte aus dem Nachlass Harald Schmitz-Schmelzers.