Galerie Michael Sturm
Inge Dick
Malerei des Lichts
Inge Dick (*1941 in Wien) gehört zu den wichtigsten österreichischen Künstlerinnen ihrer Generation – auch wenn sie lange auf entsprechende Anerkennung warten musste. Spätestens seit ihrer Teilnahme an der wichtigen Ausstellung „Shape of Light: 100 Years of Photography and Abstract Art“ in der Londoner Tate Modern (2018) wird das Werk von Inge Dick auch international gefeiert. 2021 erhält sie im Alter von 80 Jahren den Österreichischen Kunstpreis für Künstlerische Fotografie. Im selben Jahr würdigt eine vielbeachtete monografische Ausstellung das Werk von Inge Dick in Österreich und Deutschland.
Was Inge Dick und ihr künstlerisches Werk auszeichnet, ist die ebenso genuine wie konsequente Auseinandersetzung mit dem Thema Licht. Nachdem sich die Künstlerin unter dieser Prämisse intensiv mit der Malerei beschäftigt hatte, entdeckt sie Ende der 1970er-Jahre die Fotografie für sich. Dieser Umbruch oder Neuanfang, der sie von der Malerei zur Fotografie führt, ist ebenso bemerkenswert wie naheliegend. Denn: Die Frage, wie sich Licht materialisiert, ist der Fotografie (wörtlich übersetzt als „Lichtzeichnung“) geradezu immanent. Fortan entstehen fotografische Einzelwerke und Werkgruppen, in denen Inge Dick festhält, wie sich das Licht in und vor der Kamera „abzeichnet“: ganz konkret, sehr reduziert, äußerst konzentriert, aber in Summe weit über das rein Sichtbare hinausgehend.